Von Forschung zu Wirkung: PASS treibt Wandel im Sport voran
- 02.02.2026
- Forschung
Die PASS-Partner:innen gemeinsam in Kopenhagen.
Das Forschungsprojekt PASS zeigt: Sport kann gesellschaftlichen Wandel nachhaltig vorantreiben. Beim Partner:innentreffen in Kopenhagen und beim MOVE-Kongress wurde ein zentraler Meilenstein erreicht und die Bedeutung von Interessenvertretung im Sport unterstrichen.
Das Forschungsprojekt PASS (Policy Advocacy for Sport and Society) der FH Kufstein Tirol zeigt, dass Sport weiterhin ein starker Motor für sozialen Wandel ist. Im Laufe des Jahres 2025 flossen Inspirationen aus globalen Initiativen in die Projektentwicklung ein, darunter der World Social Summit und die Week of Action on Sport and Refugees, die Sport in den Mittelpunkt von sozialer Gerechtigkeit und Inklusion stellen.
Daran anknüpfend fand Ende Oktober 2025 das vierte und letzte transnationale Partner:innentreffen des PASS-Projekts in Kopenhagen, Dänemark statt. Dieses persönliche Treffen war ein wichtiger Meilenstein für das Projekt. Die Partner:innen konnten die Kernstruktur des PASS Policy Advocacy Toolkit fertigstellen und sich darauf einigen, wie diese Arbeit in einen digitalen Lernkurs umgesetzt werden soll.
Zur gleichen Zeit und am selben Ort fand der MOVE-Kongress der ISCA (International Sport and Culture Association) statt, einem weltweiten Verband, der Freizeitsport als Mittel für Gesundheit, soziale Integration und gesellschaftliche Teilhabe fördert. Die Partner:innen nutzten die Gelegenheit, an Podiumsdiskussionen und Workshops teilzunehmen – unter anderem zu Themen wie Integration von Geflüchteten durch Sport, Mobilitätsgerechtigkeit, aktive Gemeindeentwicklung und nachhaltige Finanzierung des Sports. Damit stärkten sie die Sichtbarkeit von PASS auf europäischer Ebene und die Notwendigkeit einer Interessenvertretung.
Policy Advocacy im Sport: Wirkung über Projekte hinaus
Im Bereich Sport für Entwicklung ist Policy Advocacy (DE: Interessenvertretung) ein entscheidendes Instrument, um nachhaltige und langfristige Wirkung zu erzielen. Der Begriff beschreibt die Bemühungen von Organisationen und Praktiker:innen, politische Entscheidungen und Entscheidungsprozesse in ihren Gemeinden und Ländern zu beeinflussen. Durch die gezielte Einbindung von Interessenvertretung in sportbasierte Sozialprogramme können strukturelle Hindernisse abgebaut, die Ergebnisse der Programme gestärkt und über einzelne Projekte hinaus dauerhafte Veränderungen bewirkt werden.
Aufbauend auf diesen Prinzipien zielt das Projekt PASS darauf ab, die Bürgerbeteiligung und das Engagement im Bereich Sport und soziale Entwicklung zu fördern. Dieses verstärkte Engagement soll wiederum genutzt werden, um Bildung, Gleichberechtigung und gemeinsame Werte innerhalb der europäischen Gemeinschaften zu stärken.
Projektentwicklung und ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft
In den vorangegangenen Projektphasen standen Forschung, Bedarfsanalyse und die gemeinsame Entwicklung praktischer Policy Advocacy-Instrumente im Vordergrund. Aus diesen Arbeiten entstand ein Toolkit, das Nutzer:innen konkrete Methoden zur Planung, Kommunikation und Umsetzung von Initiativen zur politischen Interessenvertretung in sozialen Themenbereichen vermittelt.
In Kopenhagen richteten die Partner:innen den Blick auf die nächste Phase: Das Toolkit soll in einen barrierearmen, leicht zugänglichen digitalen Lernkurs überführt werden, der Kapazitäten im Bereich Sport für Entwicklung aufbaut und nachhaltige Wirkung in den Gemeinschaften unterstützt.
Derzeit finalisiert das PASS-Team das Policy Advocacy Toolkit, das voraussichtlich im Frühjahr 2026 veröffentlicht wird. Anschließend folgen die Entwicklung und Optimierung des digitalen Lernkurses. Mit Blick auf die bisherige Entwicklung und die bevorstehenden Schritte starteten die PASS-Partner:innen motiviert in das Jahr 2026 und freuen sich auf die Umsetzung der nächsten Projektphase.
Links:
- Policy Advocacy for Sport and Society (PASS) | Forschungsprojekt
- Institut für Sport & Nachhaltige Entwicklung | Website
- MOVE-Kongress | Website