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Remote Work im Studium: Freiheit und Verantwortung

  • 03.06.2026
  • News Studiengang
Aileen arbeitet während ihrem Studium und gibt Einblicke in Ihren Alltag.
© Privat, ki-adaptiert

Remote Work ermöglicht Studierenden wie Aileen, ihr Studium flexibel mit praktischer Berufserfahrung zu verbinden und dabei mehr Struktur in ihren Alltag zu bringen. Gleichzeitig erfordert diese Arbeitsform ein hohes Maß an Selbstdisziplin, um Studium, Job und Privatleben erfolgreich zu vereinen.

Aileen studiert Marketing & Kommunikationsmanagement an der FH Kufstein Tirol und arbeitet parallel im Remote-Job im Online-Marketing. Sie berichtet, wie sie Studium und Arbeit verbindet – zwischen Flexibilität, Selbstorganisation und der Herausforderung, klare Grenzen im Alltag zu ziehen.

Arbeiten, wann und wo man möchte – was für viele nach einem idealen Studentenjob klingt, ist für immer mehr Studierende Realität. Remote Work bietet flexible Möglichkeiten, das Studium mit praktischer Erfahrung zu verbinden. Doch wie sieht der Alltag wirklich aus? Aileen Huber, eine Studentin der FH Kufstein Tirol im Bereich Marketing & Kommunikationsmanagement im 5 Semester und Werkstudentin im Online-Marketing, berichtet von ihren persönlichen Erfahrungen zwischen Selbstorganisation, Disziplin und neu gewonnener Struktur.

Flexibilität als Erfolgsfaktor im Studienalltag

Aileen arbeitet neben ihrem Studium rund zehn Stunden pro Woche in dem IT-Softwareunternehmen VIMP GmbH, im Bereich Marketing und Online-Marketing. Ihr Job ist dabei größtenteils ortsunabhängig gestaltet: Obwohl sich der Unternehmenssitz in München befindet und sie etwa alle zwei Wochen vor Ort ist, erledigt sie den Großteil ihrer Aufgaben remote. Genau diese Flexibilität beschreibt sie als einen der größten Vorteile ihres Jobs. Sie kann frei entscheiden, ob sie von zu Hause aus arbeitet oder sich beispielsweise mit Freunden zum Coworking trifft, um gemeinsam produktiv zu sein. Dadurch lässt sich die Arbeit individuell an ihren Studienalltag anpassen, ohne an feste Arbeitszeiten oder einen bestimmten Ort gebunden zu sein.

Entgegen der häufigen Annahme, dass ein Nebenjob das Studium zusätzlich belastet, empfindet Aileen ihre Tätigkeit sogar als strukturgebend. Durch die bewusste Einplanung von Arbeitszeiten – etwa indem sie sich einen festen Tag pro Woche reserviert, an dem sie ihre Aufgaben konzentriert erledigt – schafft sie klare Abläufe in ihrem Alltag. Diese Struktur wirkt sich auch positiv auf ihr Studium aus. Sie beschreibt, dass sie Aufgaben insgesamt konsequenter angeht und insbesondere bei Projekten fokussierter arbeitet. Der Job zwingt sie gewissermaßen dazu, ihre Zeit effizienter zu nutzen und Prioritäten zu setzen. Bislang hatte sie dadurch keine Probleme mit ihrem Zeitmanagement, sondern profitiert vielmehr von der zusätzlichen Verbindlichkeit, die die Arbeit mit sich bringt.

Zwischen Selbstdisziplin und mentalem Wechsel

Trotz der vielen Freiheiten bringt Remote Work auch Herausforderungen mit sich, die nicht unterschätzt werden dürfen. Aileen selbst sagt zu diesem Thema: „Man sollte schon etwas Office Erfahrung mitbringen um den Einstieg in das Remote arbeiten gut zu bewältigen“. Eine der größten Schwierigkeiten liegt für sie darin, in den Arbeitsmodus zu kommen – insbesondere dann, wenn kein klarer Ortswechsel stattfindet. Während ein klassischer Büroalltag automatisch eine gewisse Trennung zwischen Arbeit und Freizeit schafft, verschwimmen diese Grenzen im Homeoffice oft. Besonders deutlich wird das, wenn Vorlesungen und Arbeit direkt aufeinander folgen. Der Wechsel vom Studierenden-Modus in den Arbeitsmodus fällt ihr nicht immer leicht, da beides im gleichen Umfeld stattfindet und somit weniger klar voneinander abgegrenzt ist.

Auch die Organisation des Alltags stellte zu Beginn eine Herausforderung dar. Studium, Deadlines und berufliche Aufgaben gleichzeitig zu koordinieren, erforderte zunächst ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Planung. Mit der Zeit entwickelte sie jedoch Strategien, um alles besser unter einen Hut zu bringen. Ein zentraler Punkt dabei ist für sie, sich bewusst Zeit für die Arbeit zu nehmen und diese nicht nebenbei „irgendwie“ zu erledigen. Nur so lassen sich Aufgaben effizient und ohne unnötigen Stress bewältigen. Gleichzeitig betont sie, dass Remote Work auch eine gewisse Einsamkeit mit sich bringen kann, da der direkte Austausch mit Kolleginnen und Kollegen im Alltag fehlt. Aus diesem Grund schätzt sie die Möglichkeit, hybrid zu arbeiten, also gelegentlich ins Büro zu gehen und so weiterhin persönlichen Kontakt zu haben.

Rückblickend zieht Aileen ein klares Fazit: Remote Work lohnt sich, erfordert jedoch ein hohes Maß an Eigenverantwortung. Wer es schafft, sich selbst gut zu organisieren, klare Strukturen zu schaffen und Arbeit bewusst in den Alltag zu integrieren, kann von den vielen Vorteilen profitieren. Neben der gewonnenen Flexibilität hebt sie besonders die persönliche Entwicklung hervor – sie arbeitet heute strukturierter, disziplinierter und zielorientierter als zuvor. Für andere Studierende hat sie einen einfachen, aber wirkungsvollen Tipp: feste Zeiten einplanen, Aufgaben bündeln und die Arbeit ernst nehmen. Dann kann Remote Work nicht nur eine praktische Ergänzung zum Studium sein, sondern auch eine echte Bereicherung.

 

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