Unsere neue Marke
Menu

Zwei FH-Projekte im Rampenlicht des 18. Forschungsforums

  • 07.07.2025
  • Forschung
Mario Situm und Lea Carnuth vor einem blauen Roll-up der IHK
© HOK ki-adaptiert

Prof. (FH) DDr. Mario Situm und Lea Carnuth, MA, beim 18. Forschungsforum der österreichischen Fachhochschulen.

Prof. (FH) DDr. Mario Situm und Lea Carnuth, MA, präsentierten beim 18. Forschungsforum der österreichischen Fachhochschulen aktuelle Forschungsergebnisse aus den Interreg-Projekten GREENE 4.0 und Resilienter Tourismus.

Die FH Kufstein Tirol nutzte das 18. Forschungsforum der österreichischen Fachhochschulen, das vom 7. bis 8. Mai 2025 am FH Campus Wien stattfand, um ihre Forschungsarbeiten einem Fachpublikum aus ganz Österreich zu präsentieren. Prof. (FH) DDr. Mario Situm gab in seinem Vortrag Einblicke in das Interreg-Projekt GREENE 4.0 und stellte Empfehlungen für die grüne und digitale Transformation von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vor. Lea Carnuth, MA, verantwortlich für das Interreg-Projekt Resilienter Tourismus, thematisierte Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz von Tourismusdestinationen.

 GREENE 4.0: Grüne und digitale Transformation

Das Forschungsprojekt GREENE 4.0 arbeitet an innovativen und umweltfreundlichen Digitalisierungsansätzen für Mitteleuropa. Mario Situm präsentierte die Ergebnisse aus der quantitativen Studie im Konferenztrack Wirtschaft und Digitale Transformation. In seinem Beitrag wurden die Herausforderungen und Potenziale von KMU hinsichtlich der Twin Transformation näher betrachtet. Vor allem hohe Investitionskosten, begrenzte Finanzierungsmöglichkeiten sowie Zeit- und Personalmangel bringen KMU an ihre Grenzen und verhindern oft eine strategische Planung und Integration von grünen und digitalen Initiativen im Unternehmen. Als zentrale Erfolgsfaktoren wurden jedoch Netzwerke, Weiterbildungen für Mitarbeitende und eine engagierte Führungsebene genannt. Genau diese Faktoren will das Projekt GREENE 4.0 mit der Plattform B2GreenHub aufgreifen und KMU gezielt unterstützen. 

GREENE 4.0 ist ein zentraleuropäisches Projekt mit Projektpartner bestehend aus Hochschulen, Universitäten sowie Technologie- und Innovationsparks aus sieben EU-Ländern (Österreich, Deutschland, Italien, Slowenien, Ungarn, Tschechien, Polen) mit dem Ziel, ein eigenes Ökosystem aus produzierenden Unternehmen, Start-Ups und Technologieanbietern zu entwickeln.

Resilienter Tourismus: Destinationen im Alpenraum nachhaltig stärken 

Passend zum Track Aktuelle Herausforderungen der nachhaltigen Tourismusentwicklung erläuterte Lea Carnuth, wie aktuelle und zukünftige Krisen – von Naturkatastrophen bis zu Cyberattacken – die Tourismusbranche vor erhebliche Herausforderungen stellen. Um solche Krisen erfolgreich zu meistern bedarf es eines resilienten Tourismus – ein zentrales Anliegen des gleichnamigen, von Interreg Bayern-Österreich geförderten Projekts. Dieses wird gemeinsam von den Fachhochschulen Kufstein Tirol und Salzburg, der Chiemgau GmbH – Tourismus und der Österreichischen Hotelvereinigung (ÖHV) durchgeführt. Ausgehend von einer umfassenden Literaturanalyse definierte Lea Carnuth das mehrdimensionale Konzept der Resilienz des Tourismussystems. Dabei präsentierte sie die Indikatoren des Resilienz Index und wie anhand dessen die Resilienz von Tourismusdestinationen bewertet wird. Zudem griff sie die Auswertungen zur saisonalen Konzentration, zu den nachhaltigen Betrieben und zur Tourismusintensität aller Tourismusverbände in Tirol, Salzburg und Oberbayern auf.

Im Mittelpunkt des Vortrags stand die qualitative Interpretation dieser Werte sowie die konkreten Handlungsempfehlungen: etwa zur Förderung nachhaltiger Betriebe, zur ganzjährigen Attraktivierung von Destinationen und zur Steuerung der Tourismusintensität. „Unsere Aufgabe als Wissenschaftler:innen ist es, den Tourismus-Akteur:innen dabei die nötige Unterstützung zu bieten – sei es bei der Analyse weiterer Daten zur Resilienz der Tourismusdestinationen oder beim Monitoring von konkreten Maßnahmen in der Praxis“, gibt Lea Carnuth den Fachkolleg:innen zum Abschluss mit auf den Weg.

 

Links: