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kultur.forum.RUPTUR stärkt Kulturerbe und Wirtschaft

  • 19.01.2026
  • Forschung
Publikum bei einer Veranstaltung: Einige Personen sitzen vor der Bühne, andere stehen an einem Stehtisch.
© Stefan Ringler - Lebensraum Tirol Gruppe

Podiumsdiskussion mit Sebastian Knopp (Sachgebietsleitung Kreativbehörde Regensburg, 2.v.l.), Bernadette Abendstein (Schauspielerin und Leiterin Theaterfestival STEUDLTENN, 3.v.l.) und Christian Steinmeyer (Geschäftsführer Steinmayr & Co Insurance Brokers GmbH, 4.v.l.), moderiert von Hanna Dressler (Lebensraum Tirol Gruppe, 1.v.l.).

Beim kultur.forum.RUPTUR der Lebensraum Tirol Gruppe trafen sich Expert:innen aus Kultur, Wirtschaft und Tourismus, um Austausch und gemeinsame Projekte anzustoßen. Als Teil von kultur.kreativ.tirol. lieferte das Event wertvolle Impulse für das Interreg-Projekt EMY und zeigte weitere Möglichkeiten zur Vernetzung.

Kultur und Wirtschaft in Einklang bringen – dieses Ziel stand Ende November 2025 beim kultur.forum.RUPTUR der Lebensraum Tirol Gruppe im Mittelpunkt. Das Event bot Kulturschaffenden, Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Tourismus die Gelegenheit, neue Kooperationen zu entwickeln und gemeinsame Projekte anzustoßen. Zugleich unterstützt das Interreg-Projekt EMY der FH Kufstein Tirol, das gemeinsam mit den Gemeinden Maniago, Montebelluna und der Fondazione Università Ca’ Foscari umgesetzt wird, genau diese Zusammenarbeit. Durch die Vernetzung von Museen und lokaler Wirtschaft soll das Kulturerbe für junge Menschen lebendig und erlebbar werden. 

„Das kultur.forum.RUPTUR gibt uns wertvolle Einblicke in das Spannungsfeld zwischen Kultur und Wirtschaft – und zeigt gleichzeitig Wege auf, wie sich diese Herausforderungen konstruktiv lösen lassen. Diese Erkenntnisse sind besonders hilfreich für die Weiterentwicklung und Umsetzung unseres Interreg-Projekts Emy“, so Emily Kirchlechner, MA (Projektmanagerin von Emy).

Branchenübergreifender Dialog zwischen Kultur, Verwaltung und Wirtschaft

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutierten Bernadette Abendstein (Schauspielerin & Leiterin Theaterfestival STEUDLTENN), Sebastian Knopp (Sachgebietsleitung Kreativbehörde Regensburg) und Christian Steinmayr (GF Steinmayr & Co Insurance Brokers GmbH) als Vertretende von Kultur, Verwaltung und Wirtschaft, wie die Vernetzung dieser Bereiche entstehen kann. Wichtig seien hierbei die Suche nach Schnittmengen und der konstruktive Umgang mit Spannungsfeldern. Nur so entstehen gegenseitiges Verständnis und echte Zusammenarbeit. Besonders deutlich hervorgehoben wurden die Stärken von Kultur und Kreativität: Flexibilität, Wandelbarkeit und Agilität. Gerade im Kreativbereich – insbesondere bei kleinen und selbstständigen Kulturschaffenden – zeigt sich eine bemerkenswerte Resilienz.

Kunst und Kultur prägen Tirol (…) und gehören untrennbar zu unserer Identität.

Anton Mattle

Landeshauptmann

Formate wie das kultur.forum.RUPTUR sind von großer Bedeutung, weil sie Räume schaffen, in denen unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden und echte Kooperation wachsen kann. Gleichzeitig zeigte sich, dass noch Potenzial nach oben besteht – insbesondere was die Einbindung wirtschaftlicher Akteur:innen betrifft. Ein noch stärkeres Interesse seitens der Wirtschaft könnte die Wirkung solcher Veranstaltungen weiter verstärken und zusätzliche Impulse für gemeinsame Zukunftsstrategien setzen.

„Kunst und Kultur prägen Tirol (…) und gehören untrennbar zu unserer Identität“, betonte auch Landeshauptmann Anton Mattle. Diese Bedeutung zeigt sich nicht nur im kulturellen Selbstverständnis, sondern auch im gesellschaftlichen Zusammenhalt: Kultur schafft gemeinsame Bezugspunkte, stärkt lokale Gemeinschaften und macht regionale Besonderheiten sichtbar.

 Gewohnte Orte neu interpretieren

Als Tageshighlight galten die sogenannten Ruptursessions – kurze Vorträge und Einblicke von Kreativschaffenden in deren Arbeitswelten. Immer wieder relevant: die Notwendigkeit, den vertrauten Blick auf Orte bewusst zu durchbrechen, um neue Perspektiven und Potenziale sichtbar zu machen. So zeigte beispielsweise Ines Graus, Gründerin des Zimmer 3 – das kleine Museum im Gasthof Esterhammer (Rotholz), wie bekannte Orte neu interpretiert werden können. Hierbei handelt es sich um ein kleines Museum im Gasthof, das anhand von historischen Objekten und Geschichten Einblicke in die Vergangenheit des Hauses und des Weilers Rotholz gibt. Durch einen aktiven Generationendialog und das Teilen von Wissen entstehen Orte des offenen Austauschs und des Verweilens, die unterschiedliche Menschen zusammenbringen. Auch Innsbruck Marketing und das Stadtmarketing Kufstein zeigten Beispiele, wie durch Kunstinstallationen und Veranstaltungen bekannte Orte neu gedacht werden können und Kultur so zum Motor städtischer Veränderung wird. Brüche werden nicht als Störung, sondern als notwendige Anstöße für Weiterentwicklung gesehen – sie erfordern Kommunikation und Mut.

Im Rahmen des kultur.forum.RUPTUR wurden frische Impulse für die Vernetzung von Kultur und Wirtschaft gesetzt und gleichzeitig neue Formate vorgestellt: So entsteht eine Live-Podcast-Serie in Kooperation mit Life Radio Tirol, und zudem wurde der Kreativwettbewerb Ruptur präsentiert. Ein weiteres Highlight war die Vorstellung der fünf neuen Tiroler Kulturbotschafter:innen, die künftig als Vermittler:innen der regionalen Kulturlandschaft wirken sollen. Zusammen eröffnen diese Initiativen neue Möglichkeiten, Kultur und Wirtschaft künftig noch enger miteinander zu verbinden.

 

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