GREENE 4.0 beendet – die grüne Transformation geht weiter
- 01.04.2026
- Forschung
Projektvertretungen der sieben Partnerregionen beim finalen GREENE 4.0 Meeting in Budapest.
Wie geht es weiter, wenn ein Forschungsprojekt abgeschlossen ist? Im Februar endete das Forschungsprojekt GREENE 4.0 der FH Kufstein Tirol. Die Arbeit für die grüne Transformation von KMU geht weiter. Bei einem Abschlussmeeting, in Budapest präsentierten die Partner ihre Pläne für die Zukunft.
Nach drei Jahren gemeinsamer Forschungsarbeit ist das Interreg-Projekt GREENE 4.0 beendet. Ziel des Projekts war es, die grüne und digitale Transformation von Unternehmen in sieben europäischen Regionen voranzutreiben. Dazu wurden innovative Ansätze von KMU und Start-ups aufgegriffen, erprobt und in den Austausch mit Partnern und Stakeholdern gebracht. Hochschulen, Clusterorganisationen und Innovationsakteure begleiteten die produzierenden KMU dabei aktiv auf ihrem Weg in eine nachhaltige und digital gestützte Zukunft.
Aufbauend auf diesen Ergebnissen zogen die Partner beim Abschlussmeeting am 17. und 18. Februar 2026 in Budapest Bilanz und stimmten die nächsten Schritte für die Zeit nach Projektende ab. Im Mittelpunkt standen die langfristige Verankerung der Projektergebnisse, die Weiterentwicklung politischer Instrumente sowie die Stärkung des B2GreenHub, einer europäischen Plattform, die Unternehmen praxisnah bei der grünen und digitalen Transformation unterstützt. So sollte die sogenannte Twin Transition in allen beteiligten Regionen nachhaltig gefestigt werden.
Politische Instrumente und regionale Strategien
Im Rahmen des zweiten Transnational Design Thinking Camps entwickelten die Partner politische Instrumente weiter, wie Förderprogramme oder praxisnahe Leitfäden, die KMU gezielt bei ihrer Transformation unterstützen. Der Fokus lag auf Lösungen mit langfristiger Wirkung, die direkt in den Unternehmensalltag umgesetzt werden können.
Zudem präsentierten alle sieben Partnerregionen ihre finalen Regional Action Plans. Diese Aktionspläne sichern die nachhaltige Nutzung der Projektergebnisse über die offizielle Laufzeit hinaus, stärken regionale Innovationsökosysteme und verankern Unterstützungsangebote strukturell.
GREENE 4.0 hat gezeigt, wie stark regionale Zusammenarbeit wirken kann, wenn alle Partner ein gemeinsames Ziel verfolgen. Mit dem B2GreenHub bleibt ein konkretes Instrument bestehen, das Unternehmen langfristig Orientierung und Unterstützung bietet
Selina-Maria Schiller
Projektmanagerin von GREENE 4.0
Ein weiterer Programmpunkt war der Austausch mit ungarischen Institutionen. Vertreter des Ministry of National Economy sowie der Hungarian Association of Environmental Enterprises (KSZGYSZ) gaben Einblicke in nationale Fördermöglichkeiten und Innovationsinitiativen für KMU.
B2GreenHub als nachhaltiges Projektergebnis
Aufbauend auf den entwickelten politischen Instrumenten und Regional Action Plans wurde als zentrales Werkzeug die europäische Plattform B2GreenHub etabliert. Sie bündelt Wissen, Werkzeuge und Good Practices, um produzierende Unternehmen gezielt bei der grünen und digitalen Transformation zu unterstützen.
Darüber hinaus werden Synergien mit anderen europäischen Initiativen genutzt, darunter das Projekt WE.Circular mit seiner Virtual Toolbox wodurch das Angebot weiter ausgebaut wird. Auch aktuelle Forschungsimpulse, etwa zu Materiallebenszyklen durch das Szimbio Lab , fließen kontinuierlich in die Plattform ein und bereichern mit neuen Impulsen.
Nachhaltige Unterstützung
„GREENE 4.0 hat gezeigt, wie stark regionale Zusammenarbeit wirken kann, wenn alle Partner ein gemeinsames Ziel verfolgen. Mit dem B2GreenHub bleibt ein konkretes Instrument bestehen, das Unternehmen langfristig Orientierung und Unterstützung bietet“, sagt Selina-Maria Schiller, Projektmanagerin von GREENE 4.0 an der FH Kufstein Tirol.
Das Projekt endete offiziell am 28. Februar 2026. Die FH Kufstein Tirol bleibt weiterhin Ansprechpartnerin für Unternehmen und Institutionen, die die digitale und grüne Transformation aktiv gestalten möchten. Die im Projekt entwickelten Ansätze werden in Forschung, Lehre und weiteren Initiativen fortgeführt.
Links:
- B2GreenHub | Website
- GREENE 4.0 | Forschungsprojekt