KI in der Lehre: FH Kufstein Tirol startet Forschung mit Mosambik
- 03.03.2025
- Forschung
Mag. Uta Fessler-Purkarthofer, MBA (links), und Prof. (FH) Dr. Peter Schneckenleitner (Mitte, 2. von links) von der FH Kufstein Tirol mit Forschungspartnern aus Mosambik.
Wie kann Künstliche Intelligenz sinnvoll in die Lehre integriert werden? Die FH Kufstein Tirol und die Universidade Zambeze in Mosambik erforschen gemeinsam, wie KI den Lernprozess für Marketing- und Kommunikationsexpert:innen optimieren kann.
Im Rahmen des Afrika UniNet-Programms haben sich die Hochschullehrenden Mag. Uta Fessler-Purkarthofer, MBA, und Prof. (FH) Dr. Peter Schneckenleitner von der FH Kufstein Tirol mit Forschungspartnern der Universidade Zambeze zusammengeschlossen. Ziel ist es zu untersuchen, wie KI sinnvoll in die Lehre eingebunden werden kann und welche Kompetenzen Studierende benötigen, um den Anforderungen des Arbeitsmarktes gerecht zu werden.
Vergleichende Studie zur KI-Nutzung in der Lehre
Beide Forschungsteams untersuchen, welche Erwartungen Unternehmen in Österreich und Mosambik an Absolvent:innen haben und wie sich generative KI auf Marketing und Kommunikation auswirkt. Ein besonderer Fokus liegt auf den Unterschieden und Gemeinsamkeiten in der akademischen Ausbildung sowie den Bedürfnissen der Wirtschaft beider Länder. Dabei werden Expert:innen aus den Bereichen Marketing und Kommunikation befragt.
Herausforderungen und Chancen
Expert:innen sind sich einig, dass KI den Bereich Marketing und Kommunikation drastisch verändern wird – wobei die Vorstellungen über zukünftige Herausforderungen teilweise noch vage sind und Lehrkonzepte entsprechend angepasst werden müssen. Mögliche Ansätze sind unter anderem die Entwicklung von KI-gestützten Lern-Apps, um Studierenden praxisnahe Übungen zu ermöglichen. Die Ergebnisse der Studie sollen künftig nicht nur die Lehrinhalte an der FH Kufstein Tirol beeinflussen, sondern auch zur Weiterentwicklung innovativer Lehrmethoden beitragen.
Kultureller Austausch und interdisziplinäre Perspektiven
Das Forschungsprojekt bietet nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern fördert auch den interkulturellen Dialog zwischen Österreich und Mosambik. Der Austausch von Wissen, Lehrmethoden und technologischen Ansätzen eröffnet neue Perspektiven für beide Hochschulen. Durch die Zusammenarbeit gewinnen Studierende und Forschende tiefere Einblicke in unterschiedliche Bildungssysteme, wirtschaftliche Anforderungen und kulturelle Herangehensweisen an technologische Entwicklungen. Dies stärkt nicht nur die akademische Vernetzung, sondern trägt auch zu einem globaleren Verständnis von KI und deren Potenzial in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexten bei.
Zukunftsaussichten der Forschungskooperation
Studierende der FH Kufstein Tirol haben sich bereits aktiv an der Forschung beteiligt, indem sie im Rahmen ihres Praxisprojekts Interviews durchgeführt und ausgewertet haben. Die nächsten Schritte umfassen die Analyse der erhobenen Daten sowie die Veröffentlichung erster wissenschaftlicher Arbeiten. Langfristig wollen die Forschungspartner die Kooperation weiter ausbauen, um nachhaltige Bildungsstrategien für den KI-Bereich zu entwickeln – mit dem Ziel, Studierende noch besser auf die digitalen Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.
Links:
- Africa UniNet | Website
- Marketing & Kommunikationsmanagement | vz
- Marketing & Kommunikationsmanagement | bb
Dieser Artikel wurde von Studierenden des Vollzeit-Bachelorstudiengangs Marketing & Kommunikationsmanagement im Rahmen ihres Praxisprojekts verfasst.