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Lehre in Katowice und Paris: Neue Perspektiven für den Hörsaal

  • 21.07.2026
  • International
Lukas Hartleif mit Studierenden aus dem Programm International Week an der University of Economics in Katowice
© HOK

Lukas Hartleif, MA gemeinsam mit Studierenden der Universität Katowice in Polen. Im Rahmen der International Week tauschte er sich mit einer internationalen Gruppe über aktuelle Entwicklungen im Bereich Generative KI und Marketing aus.

Neue Perspektiven entstehen dort, wo Lehre über Ländergrenzen hinausgeht. Zwei Lehrende der Kufsteiner Hochschule berichten von ihren Erfahrungen und zeigen, wie Staff Mobility den Austausch mit Partnerhochschulen stärkt und neue Impulse für Studium und Lehre setzt.

Ob in Polen, Frankreich oder an einer anderen Partnerhochschule aus dem internationalen Netzwerk der Hochschule – Auslandsaufenthalte von Lehrenden eröffnen neue Perspektiven auf Lehre, Forschung und den akademischen Austausch. Denn neben der Mobilität von Studierenden spielt auch die Staff Mobility eine wichtige Rolle. Wie bereichernd diese Erfahrungen sein können, zeigen Lukas Hartleif, MA und Asc. Prof. (FH) Mag. Uta Fessler-Purkarthofer, MBA, die neue Impulse aus ihren Lehrtätigkeiten im Ausland mitbringen.

Lehrimpulse zwischen Katowice, KI und Marketing

Für Lukas Hartleif führte der Weg im Rahmen einer International Week an die University of Economics in Katowice in Polen. Seine Motivation war klar: Gute Lehre lebt vom Austausch. Besonders im Bereich der Generativen Künstlichen Intelligenz, einem Themenfeld, das sich derzeit rasant entwickelt, wollte er erfahren, wie Studierende und Kolleg:innen in anderen Ländern mit den Chancen und Herausforderungen neuer Technologien umgehen. Darüber hinaus freut er sich auf die Zusammenarbeit mit Lehrenden aus verschiedenen Ländern und auf den akademischen und privaten Austausch.

Für seine Lehrveranstaltung in Katowice passte Lukas Hartleif seine Unterlagen gezielt an und ergänzte österreichspezifische Beispiele durch international verständliche Inhalte. Gleichzeitig bereitete er gemeinsam mit einer Professorin aus Malta eine interdisziplinäre Lehrveranstaltung vor, die NGO-Marketing und Generative KI miteinander verbindet. Dabei zeigte sich auch eine typische Herausforderung solcher Formate: Die Vorkenntnisse und Erwartungen der Studierenden lassen sich im Vorfeld oft nur schwer einschätzen. Gerade diese unterschiedlichen Voraussetzungen machen den Unterricht für ihn besonders spannend, weil sie neue Perspektiven auf Inhalte und Diskussionen eröffnen.

Flexibilität als Schlüssel in der Lehre

Auch Professorin Uta Fessler-Purkarthofer nutzte über das Erasmus+-Programm eine Lehrmöglichkeit im Ausland und unterrichtete für eine Woche an den INSEEC-Standorten in Bordeaux und Paris. Solche Aufenthalte sind für sie eine wertvolle Gelegenheit, neue akademische Umfelder kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und andere Zugänge zu Lehre und Zusammenarbeit zu erleben.

Gleichzeitig erfordern solche Formate ein hohes Maß an Flexibilität. Vor Beginn der Lehrveranstaltungen ist oft noch nicht genau absehbar, wie groß die Gruppen sein werden oder welches Vorwissen die Teilnehmenden mitbringen. Umso wichtiger ist es, Inhalte situativ anzupassen und auf unterschiedliche Erwartungen einzugehen.

Besonders in Erinnerung geblieben sind Fessler-Purkarthofer die Begegnungen mit rund 25 Professor:innen aus aller Welt während ihres Aufenthalts in Frankreich. Neben den fachlichen Eindrücken waren es vor allem auch die kulturellen Erfahrungen, die den Aufenthalt bereicherten. Unterschiedliche Arbeitsweisen, andere Hochschulstrukturen und neue Perspektiven fördern das Verständnis für übergreifende Zusammenhänge und geben zugleich wertvolle Impulse für die eigene Lehrpraxis.

Ein Gewinn für alle Beteiligten

Beide Lehrenden betonen, dass Lehre im Ausland weit über die reine Wissensvermittlung hinausgeht. Gerade sprachliche und kulturelle Unterschiede erleben sie dabei nicht als Hürde, sondern als Bereicherung, weil unterschiedliche Sichtweisen und Diskussionskulturen den Unterricht lebendiger machen.

Gleichzeitig verlangt ein Auslandsaufenthalt eine sorgfältige Vorbereitung. Inhalte müssen an neue Zielgruppen angepasst, Lehrformate flexibel gestaltet und Erwartungen oft kurzfristig neu eingeschätzt werden. Genau darin liegt jedoch auch der Mehrwert. Beide Professor:innen würden Kolleg:innen einen solchen Aufenthalt ausdrücklich empfehlen. Denn wer in einem anderen akademischen Umfeld unterrichtet, erweitert den eigenen Blick, knüpft neue Kontakte und bringt frische Erfahrungen zurück an den Campus – zum Nutzen der gesamten Hochschule und ihrer Studierenden.

 

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