Masterstudierende erkunden Prags Weg zur Marktwirtschaft
- 14.07.2026
- International
Die Gruppe besuchte die Anglo-American University in Prag, wo untersucht wurde, wie eine Universität ihre Marke aufbaut und ein akademisches Erlebnis statt eines Produkts vermarktet.
Im Juni reisten Studierende des Masterstudiengangs International Business Management der Kusteiner Hochschule im Rahmen einer fünftägigen Studienreise nach Prag. Die tschechische Hauptstadt bot dabei den idealen Rahmen, um akademische Einblicke, Unternehmensbesuche und internationale Erfahrungen miteinander zu verbinden.
Im Mittelpunkt der Studienreise stand die Frage, wie sich Tschechien zu einer der erfolgreichsten Transformationsökonomien Europas entwickeln konnte. Begleitet von Prof. (FH) Dr. Bernd Wollmann, Marketing & Customer Experience, erhielten die Studierenden in Prag vielfältige Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge, unternehmerische Praxis und die kulturelle Geschichte der Stadt. Das abwechslungsreiche Programm verband Unternehmens- und Institutionsbesuche mit akademischen Perspektiven und machte Inhalte aus den Lehrveranstaltungen in Finance, Management Strategy, Economics und Marketing unmittelbar erlebbar.
Start-up-Ökosysteme und ausländische Investitionen
Ein erster Schwerpunkt der Studienreise lag auf Innovationskraft und internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Beim Besuch des Prague Innovation Circle erhielten die Studierenden Einblicke in die Bedingungen, unter denen junge Unternehmen wachsen, Finanzierung sichern und fachlich begleitet werden. Ergänzt wurde diese Perspektive durch den Austausch mit CzechInvest, wo deutlich wurde, wie Tschechien gezielt auf ausländische Investitionen setzt und sich als attraktiver Standort für internationale Unternehmen positioniert. So zeigte sich, wie eng unternehmerische Entwicklung, Investitionspolitik und wirtschaftliche Dynamik miteinander verknüpft sind.
Studierende des Masterstudiengangs International Business Management während ihrer fünftägigen Studienreise nach Prag im Juni 2026.
Unternehmensstrategie in Transformationsmärkten
Wie Unternehmen in einem sich wandelnden wirtschaftlichen Umfeld handlungsfähig bleiben, wurde bei den weiteren Programmpunkten besonders greifbar. Bei Crystal Bohemia stand die Frage im Mittelpunkt, wie produzierende Betriebe auf geopolitische und gesellschaftliche Veränderungen reagieren und warum strategische Anpassungsfähigkeit entscheidend für langfristigen Erfolg ist. Einen breiteren Blick auf strategisches Management in einem internationalen Konzern eröffnete anschließend Siemens Tschechien. Themen wie ESG, Lieferketten, Cybersecurity und Krisenvorsorge machten deutlich, wie vielschichtig unternehmerische Entscheidungen heute sind und wie eng einzelne Handlungsfelder miteinander zusammenhängen.
Ein Siemens-Manager informierte die Studierendengruppe am Prager Standort des Unternehmens über das Supply Chain Management und die Integration von ESG-Kriterien in die gesamte Geschäftsstrategie.
Risiko, Finanzen und Volkswirtschaft
Auch finanzwirtschaftliche und volkswirtschaftliche Zusammenhänge wurden in Prag praxisnah erfahrbar. Bei VIG Re setzten sich die Studierenden mit der Bedeutung von Rückversicherung auseinander und erhielten Einblicke, wie Unternehmen Risiken bewerten, absichern und wirtschaftlich tragfähig steuern.
Den gesamtwirtschaftlichen Rahmen dazu beleuchtete schließlich die Tschechische Nationalbank: Dort wurde anschaulich, wie Inflation gesteuert, Währungsstabilität gesichert und wirtschaftspolitische Instrumente in der Praxis eingesetzt werden. Auf diese Weise konnten zentrale Inhalte aus Finance und Economics unmittelbar mit realen institutionellen und unternehmerischen Fragestellungen verknüpft werden.
Die Studienreise nach Prag zeigte eindrucksvoll, wie eng wirtschaftliche Theorie und unternehmerische Praxis miteinander verbunden sind. Für die Studierenden bot sie nicht nur fachlich wertvolle Einblicke, sondern auch internationale Erfahrungen, die weit über den Hörsaal hinausreichen.