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Krisenintervention & -psychologie

Niveau

Master

Lernergebnisse der Lehrveranstaltungen/des Moduls

Die Teilnehmer:innen:
• verstehen Krisen als komplexe psychologische und soziale Prozesse auf individueller und organisationaler Ebene.
• analysieren Krisensituationen unter Berücksichtigung von Risiko-, Schutz- und Kontextfaktoren.
• führen strukturierte und situationsangemessene Kriseninterventionsgespräche.
• wenden evidenzbasierte Techniken zur Stabilisierung und Deeskalation an.
• erkennen und beurteilen Suizidalität sowie andere Gefährdungslagen.
• reflektieren ihre eigene Rolle und Belastung in Krisensituationen.
• entwickeln präventive und interventionelle Maßnahmen für Organisationen.
• übertragen krisenpsychologisches Wissen auf wirtschaftspsychologische Anwendungsfelder (z.B. Führung, HR, Change).

Voraussetzungen der Lehrveranstaltung

Keine

Lehrinhalte

• Grundlagen allgemeiner und psychosozialer Krisen (Definition; Krisenarten; individuelle und organisationale Krisendynamiken)
• Theoretische Modelle der Krisenpsychologie (Stress- und Coping-Modelle; systemische Perspektiven; Verlaufsmodelle von Krisen)
• Neurobiologische Grundlagen von Stress und Trauma (Stressreaktionen; Traumaverarbeitung; emotionale Dysregulation)
• Diagnostik und Einschätzung von Krisensituationen (Risikoeinschätzung; Ressourcenanalyse; Gefährdungsbeurteilung)
• Gesprächsführung in der Krisenintervention (Beziehungsaufbau; emotionale Stabilisierung; Strukturierung von Krisengesprächen)
• Interventionstechniken in akuten Krisen (Deeskalation; Stabilisierung; Ressourcenaktivierung; Realitätsorientierung)
• Krisen im organisationalen Kontext (z.B. Konflikte, Fehlverhalten, Burnout, Veränderungsprozesse)
• Spezifische Krisenformen (Panik, Angst, Trauer, Verlust, Gewalt, psychosomatische Reaktionen)
• Ethische und professionelle Standards der Krisenintervention (Verantwortung; Grenzen; Qualitätssicherung)
• Prävention und Nachbereitung von Krisen (Früherkennung; organisationales Lernen; Debriefing)
• Transfer in die Praxis (Fallarbeit; Simulationen; Anwendung auf wirtschaftspsychologische Kontexte)

Empfohlene Fachliteratur

• Heimann, R., & Fritzsche, J. (2021) (Hrsg.). Gewalt- und Krisenprävention im Beruf und Alltag: Ursachen und Lösungen für Gewalt und Krisen. Wiesbaden: Springer.
• Hofer-Moser, O., Hintenberger, G., Schwarzmann, M., De Dominicis, R., & Brunner, F. (2020). Krisenintervention kompakt: Theoretische Modelle, praxisbezogene Konzepte und konkrete Interventionsstrategien. Göttingern: Vandenhoek & Ruprecht.
• Hülshoff, T. (2017). Psychosoziale Intervention bei Krisen und Notfällen. München: Ernst Reinhardt.
• Ortiz-Müller, W., Gutwinski, S., & Gahleitner, S. B. (2021) (Hrsg.). Praxis Krisenintervention: Handbuch für helfende Berufe: Psychologen, Ärzte, Sozialpädagogen, Pflege- und Rettungskräfte. Stuttgart: Kohlhammer.
• Stein, C. (2020). Spannungsfelder der Krisenintervention: Ein Handbuch für die psychosoziale Praxis. Stuttgart: Kohlhammer.

Bewertungsmethoden und -Kriterien

Klausur
Präsentation

Unterrichtssprache

Deutsch

Anzahl der zugewiesenen ECTS-Credits

3

Semesterwochenstunden (SWS)

Geplante Lehr- und Lernmethode

Die Veranstaltung basiert auf einem E-Learning-Konzept, das eine didaktisch abgestimmte Kombination aus Online- und Präsenzphasen vorsieht. Während in den Online-Phasen ein induktiver Lernansatz verfolgt wird, der das selbstständige Erarbeiten von Inhalten sowie die Bearbeitung von Aufgaben fördert, dienen die Präsenzphasen einem deduktiven Zugang, in dem Lernprozesse begleitet, vertieft und Inhalte systematisch durch Vorträge sowie anhand praktischer Beispiele vermittelt werden.

Semester/Trisemester, In dem die Lehrveranstaltung/Das Modul Angeboten wird

3

Art der Lehrveranstaltung/des Moduls

Art der Lehrveranstaltung